„Dieses Land braucht absolut dringend humanitäre Unterstützung“, sagte
UNICEF-Mitarbeiter Geert Cappelaer laut Press TV am Dienstag. „Wir
hoffen, dass es für das politische Patt bald eine Lösung gibt. Aber
selbst, wenn es eine geben sollte, wird dies nicht das Ende der
Probleme sein“, erklärte Cappelaere. „40 Prozent der Bevölkerung lebt
unterhalb der Armutsgrenze. Das hat enorme Nachwirkungen.“ Viele
Menschen litten an Unterernährung. Nun stiegen auch noch die
Lebensmittelpreise. Bereits jetzt sei die Hälfte aller Kinder im Jemen
körperlich nicht so weit entwickelt, wie sie sein sollte. Die Schulen
seien geschlossen worden. Die Kinder könnten keine Prüfungen machen,
ihre Zukunft sei auch dadurch gefährdet.
Hinzu
kommen massive Probleme bei der Versorgung mit sauberem Trinkwasser.
Schon jetzt habe es im Süden des Landes Cholera-Ausbrüche gegeben, weil
die Menschen wegen der Kämpfe verschmutztes Wasser zu sich nehmen
mussten, so Cappelaere.
Weitere Probleme drohten durch die Massenflucht aus den Ballungszentren zu entstehen, sagte Cappelaere.
Cappelaere ist einer der wenigen ausländischen Entwicklungshelfer, die sich noch im Jemen befinden.
7 Juni 2011 - 19:30
News ID: 246061
Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat vor der Verschlechterung der Lage im Jemen gewarnt.